Friedrich - Josef - Haass: Der Namensgeber der DSM
"Beeilt euch, Gutes zu tun"
Am 24. August 1780 wird Haass in Bad Münstereifel bei Köln geboren. Sein Großvater ist Arzt, sein Vater betreibt eine Apotheke. Haass beschließt nach Abschluß der Schule, an der Universität von Jena Mathematik und Philosophie zu studieren. Jedoch schon bald zieht er nach Wien, um dort eine Ausbildung als Medikus zu erlangen. Einer seiner ersten Patienten ist der russische Fürst Repnin, welcher unter einer schweren Augenkrankheit leidet. Er erkennt Haass' Begabung und lädt den jungen Arzt nach Rußland ein. 1802 erscheint er als Fjodor Petrowitsch Haass in Moskau.Schon am 4. Juni 1807 wird er zum Chefarzt eines renommierten Spitals: der Pawlowskaja Klinik Moskaus. Während des Krieges 1812 gegen Napoleon arbeitet er als Chirurg in der Russischen Armee.
Nach dem Krieg kehrt Haass nach Moskau zurück, wo er schon bald zum Hausarzt der oberen Zehntausend avanciert.
Außerdem lehrt er auf der medizinisch - chirurgischen Akademie und arbeitet freiwillig in den Preobraschenskaja und Ekaterininskaja Altersheimen. Den größten Teil seiner Arbeit widmet er der Fürsorge um die Gefangenen in Sibirien. Er ist fest davon überzeugt, daß der Mensch von Natur aus gut ist, weil Gott ihn nach seinem Abbild schuf. Der Mensch, der vom rechten Wege abkommt, ist nichts weiter als ein unglücklicher, kranker Mensch, der nur durch Humanität zu heilen ist.
1844 wird in der Kazjonyj Gasse ein Krankenhaus für Obdachlose eröffnet. Dies wird durch das Kapital Haass' und private Spenden ermöglicht. Bis zu seinem Lebensende lebt und arbeitet Haass in diesem Krankenhaus, wo viele Menschen medizinische Hilfe und moralische Unterstützung finden.
Am 16. August 1853 stirbt er.
"Was kann schon ein einzelner Mensch erreichen, wenn seine Umgebung ihm widersteht?" so fragen skeptisch die klugen Praktiker und berufen sich auf den Spruch : "Allein und einsam kann niemand zu Felde ziehen." Haass entgegnet darauf entschieden, entgegnet mit seinem ganzen Wesen: "Nein! Auch einsam und allein kann man zu Felde ziehen! Denn wenn es ein Feldzug für die Wahrheit war, werden um den Einsamen und um sein Andenken sich andere Menschen scharen; und es wird Wirklichkeit, was der Apostel sagt: Alles vergeht, allein die Wahrheit bleibt." Anatolij Koni








