Studienfahrt des Jahrgangs 11 nach Berlin
Arm, aber sexy – so betitelt sich die Hauptstadt Deutschlands selbst. Arm ist sie den Statistiken nach tatsächlich, und sexy offensichtlich auch – in der Fahrtenwoche erlag die komplette elfte Stufe ihrem Charme. Auch wenn die Füße nach stundenlangem Programm schmerzten und der Stadtbilderklärer unser differenziertes Verhältnis zur Nähe schamlos ignorierte, wenn er uns bat, auf Stimmbandnähe an ihn heranzukommen, so konnte sich niemand der Bewunderung und Begeisterung beim Besichtigen des Bundeskanzleramts erwehren (man stelle sich vor, wir haben die Kanzlerin nur um Minuten verpasst!), des Bundestags, der Hackeschen Höfe, des Brandenburger Tors, Sanssoucis und so vieler anderer Sehenswürdigkeiten in Berlin und Potsdam. Montag durften wir die Technische Hochschule Beuth besichtigen und dort sogar an einer Vorlesung teilnehmen, am Dienstag folgte die Humboldt-Universität. Nicht umsonst war dies keine Klassen-, sondern eine Studienfahrt. Auch die Freizeit war abenteuerlich: zwischen Programmende und Ausgangssperre um 24 Uhr war immer noch genügend Zeit, die man so nutzen konnte, dass man am nächsten Morgen so schwer wie möglich wieder aus dem Bett kam. ‚Action Tag und Nacht’ hätte unser Motto sein können – unser Motto für eine volle Woche, die ganz sicher niemand von uns so bald vergessen wird.
Julia Bahlmann (11a)