Durchbruch bei Stalingrad

Sekundarstufe. Am 01.06.18 fand in der Gesandtenwohnung der deutschen Botschaft ein Vortrag der politischen Abteilung statt. Das Thema des Abends lautete „ Heinrich Gerlachs ‚Durchbruch bei Stalingrad‘ (1945/2016) – das Kriegstrauma als Wendepunkt für deutsche Soldaten und Offiziere“.
Prof. Dr. Gansel von der Justus-Liebig-Universität in Gießen hatte das fast 70 Jahre verschollene Manuskript des Romas 2016 in einem Moskauer Archiv entdeckt, welches dem Autor Heinrich Gerlach, der selbst in Stalingrad als Offizier diente, in Kriegsgefangenschaft abgenommen worden war. Nach dem Krieg hatte Gerlach seinen Roman mit der Hilfe von Hypnose rekonstruiert und dieser erschien dann im Jahr 1957 unter dem Titel „Die verratene Armee“.
Vor zwei Jahren veröffentliche Prof. Gansel dann die Urfassung des Romans, was nun für Gesprächsstoff sorgte. Neben dem Herausgeber Prof. Gansel war auch Dr. Platoschkin von der Moskauer Geisteswissenschaftlichen Universität eingeladen, um auch die russische Perspektive auf die Schlacht um Stalingrad zu beleuchten.
Im Kontext des Differenzierungskonzepts der DSM nahmen drei SchülerInnen (Viola Krems, Polina Ries, Andrey Samarskiy) zur individuellen Förderung in den Fächern Deutsch und Geschichte an dieser Veranstaltung in Begleitung von Herrn Karrasch teil. So bekamen diese einen Einblick in die Arbeit eines Literatur- und Geschichtswissenschaftlers und beteiligten sich am Diskurs über dieses, in beiden Ländern relevante, Thema.

Wir bedanken und herzlich bei der deutschen Botschaft für die Organisation und die Einladung.

R. Karrasch
Fachbereich Deutsch/Geschichte