FAQs zu Moskau

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Ist Moskau eine gefährliche Stadt?

Viele Menschen, die zum ersten Mal nach Moskau kommen, haben noch die Clichés der wilden 90er Jahre im Kopf und sind überrascht über das hohe Gefühl von Sicherheit und Ordnung in der Stadt. Es gibt eine starke Präsenz von Polizisten, Wachleuten und sonstigen Kontrolleuren auf den Straßen und Plätzen aber auch in der Metro oder in Kaufhäusern. Viele Bereiche im Zentrum Moskaus sind videoüberwacht und gerade auch in touristischen Zentren gibt es verstärkte Kontrollen. Wie in allen Städten weltweit sollte man bei Fahrten in überfüllten U-Bahnen oder Bussen keine Wertgegenstände offen sichtbar tragen. Taxifahrten sollten nur mit offiziellen gelben Taxis erfolgen und auch hier gibt es mittlerweile zuverlässige Anbieter wie Uber oder Yandex Taxi. Vorsicht ist auch im Straßenverkehr geboten, denn als Fußgänger muss man beim Überqueren der Straßen selbst bei grünem Licht stark auf den Verkehr achten.

Ist Moskau lebenswert?

Offiziell (also mit Anmeldung beim Stadtamt) wohnen in Moskau mehr als 12 Millionen Menschen. Inoffiziell können es bis zu 15 Millionen sein. Diese Ballung von Menschen muss man mögen oder man muss sich zumindest für eine gewisse Zeit seines Lebens dafür begeistern können. Die Angebote im kulturellen und gastronomischen Bereich können mit den Topmetropolen der Welt mithalten und die sehr gastfreundlichen Menschen, die Geschichte und die weite Russlands sollte man aus nächster Nähe erkunden. Dass man in Moskau nicht die Erholungsmöglichkeiten wie im bayrischen Voralpenland finden wird, muss wohl nicht erwähnt werden. Aber gemeinsam mit Freunden, Bekannten und Kollegen sind Ausflüge und Erfahrungen möglich, die man sein Leben lang nicht vergisst.

Kann ich in Moskau ohne Russisch auskommen?

Ja, mit Sicherheit. Die meisten Cafés bieten Menüs in der englischen Sprache an und auch viele Menschen auf der Straße können Englisch. Viele der älteren Moskoviter beherrschen auch noch die deutsche Sprache; sei es aus der Schulzeit, aus dem Studium oder aus der Stationierung in der damaligen DDR. Aber um wirklich anzukommen in diesem Land sind gewisse Grundkenntnisse sicherlich wichtig und hier stellt das kyrillische Alphabet eine erste Hürde dar, welche genommen werden will. Es bieten sich aber viele Möglichkeiten, um Russisch im Sprachkurs zu lernen und um kostenlos mit den Muttersprachlern zu üben, zum Beispiel im Klub Moscow Language Exchange Meeting, wo man es in Kleingruppen sprechen kann. Oder auch Face-to-Face – mit den deutschlernenden Russen, die man über die Webseite conversationexchange.com als Tandempartner gewinnen kann.

Wo ist es bequemer zu wohnen – im Zentrum oder am Stadtrand?

Die Vorteile des Lebens im Zentrum sind schöne historische Umgebung und Nähe zu Museen, Theatern, Metro, Restaurants und Bars usw. Die Nachteile sind der Mangel an großen Supermärkten, die Distanz zu den Naherholungsbereichen am Stadtrand und die vergleichsweise höheren Mieten.

Am Stadtrand sieht es umgekehrt aus – teilweise triste Architektur und lange Wege bis zu den Theatern, Museen, schönen Cafés im Zentrum. Der Berufsverkehr und die Staus sind keineswegs zu unterschätzen und Parkplätze im Zentrum sind ebenfalls Mangelware. Dafür ist man schnell in einem Naherholungsgebiet oder in einem der großen Einkaufszentren wie MEGA. Mit Bezug zur Deutschen Schule ist es sicherlich sinnvoll eine Wohnung entlang der roten Metrolinie zu suchen oder gleich in das Deutsche Dörfchen zu ziehen.

Wie überlebe ich den russischen Winter?

Moskau hat im Vergleich zu vielen anderen Regionen Russlands ziemlich milde, aber im Vergleich zu Deutschland noch „echte“ Winter. Es kann tageweise schon manchmal bis zu -25-30 Grad kalt werden. Aber es handelt sich um Ausnahmen und um eine sehr trockene Kälte und diese lässt sich, angemessene Kleidung vorausgesetzt, recht gut ertragen. Der Vorteil von Temperaturen unter -10 Grad ist das dann meist sonnige Wetter und der Mangel von Matsch. Viele Menschen stört die Kälte weniger als die recht langen Nächte bzw. der Mangel an Sonnenschein. Hier hilft es, wenn die Herbst- und Weihnachtsferien genutzt werden, um im Süden Sonnenlicht, Wärme und Vitamin D zu tanken. Man sollte sich des Risikos eines gewissen „Winterblues“ durchaus bewusst sein, gerade auch Ende März, wenn man sich nach dem Ende der grauen Tage sehnt.

Ist Moskau eine teure Stadt?

Vor der Rubelkrise war Moskau auch für gut bezahlte Ausländer eher teuer, angefangen von der Miete, bis hin zu Restaurants und importierte Lebensmittel. Mittlerweile profitieren gerade die Bezieher von Euro-Gehältern vom schwachen Rubel und sinkenden Mietpreisen. Generell kann man auch sehr günstig leben in Moskau, denn Produkte des täglichen Bedarfs wie Brot, Mehl usw. werden subventioniert. Eine Fahrt in der Metro kostet ca. 50 Rubel, ein Kaffee 250 Rubel, die Taxifahrt vom Flughafen ins Zentrum ca. 1200 Rubel. 

Wie leicht ist es, Freunde in der Stadt zu finden?

Moskau ist eine sehr dynamische Stadt. Es gibt einen Spruch „Moscow never sleeps“, und er trifft völlig zu! Die Fülle von Veranstaltungen, Kursangeboten und Clubs für Gleichgesinnte ist in einer Metropole mit ca. 15 Millionen Menschen einfach überwältigend! Im Kontext der Deutschen Schule Moskau ergeben sich die meisten Bekanntschaften und Freundschaften über Klassenkameradschaften, gemeinsame Veranstaltungen (Willkommensfest, Weihnachtsbasar, Valentinsball, Klassenfeiern usw.). Unsere Schulgemeinschaft fördert das außerschulische Leben auch durch die Interessensgemeinschaft Sport, den Jugendclub und die aktive Zusammenarbeit mit den beiden Gemeinden und den beiden Rotaryclubs. Bitte besuchen Sie hierzu unseren Youtube Kanal, um einen Eindruck zu bekommen.

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