Das Leben in der Tschernobyl-Region

Es ist der 26. April 1986. Nachts um 01:23 Uhr kommt es während eines Testes im ukrainischen Kernkraftwerk Tschernobyl zum GAU – zum „Größten Anzunehmenden Unfall“.

Der Atomreaktor explodierte und schleuderte radioaktives Material in die Luft, welches durch Wolken in ganz Europa, aber vor allem in Belarus und in der Ukraine verteilt wurde. In den Regionen, in denen das radioaktive Material niedergeht ist es gefährlich.

„Geisterschule“ in einer Siedlung 3 km von dem Dorf Svensk entfernt. Hier wurde die Bevölkerung nach dem Super-GAU von Tschernobyl evakuiert. Seitdem holt sich die Natur zurück, was ihr gehört. Seit den späten 80ern findet hier kein Schulbetrieb mehr statt. (Foto von Jannis Becker)

Viele Menschen merken erst gar nichts von der gefährlichen Strahlung. Doch dann werden sie krank und viele sterben. Noch bis heute sind die Auswirkungen der Tschernobyl Katastrophe zu spüren.

Immer noch viele Menschen sind krank. Am häufigsten treten Schilddrüsenerkrankungen und eine Immunschwäche auf.

Hinzu kommt, dass immer noch mehr als die Hälfte der in den verstrahlten Gebieten lebenden Menschen kaum Geld zum Leben haben, da durch die Katastrophe ein großer wirtschaftlicher Zweig, die Landwirtschaft, aufgegeben werden musste.

Svensk ist ein kleines Dorf in der Mogilew-Region in Belarus. Das Dorf ist rund 200 km Luftlinie vom Unglücksreaktor entfernt und doch sind hier die Ausmaße der Katastrophe bis heute sichtbar.

Marode Straßen, renovierungsbedürftige Häuser, kein fließendes Wasser und vor allem kaum Geld, um sich über Wasser zu halten.

Deshalb haben wir uns etwas überlegt! Gemeinsam mit dem Kindergarten möchten wir gern eine Weihnachts-Spendenaktion für die Kinder und Jugendlichen aus dem Dorf Svensk starten.

Wir sammeln vom 02.12.2019 bis 06.12.2019 im Jugendclub Sachgegenstände, die wir im Anschluss als Geschenke verpackt nach Belarus bringen werden, um sie dort den Kindern und Jugendlichen als Weihnachtsgeschenke zu überreichen. 

Um welche Gegenstände wir bitten, könnt ihr der nächsten Ausgabe der DSM-Aktuell entnehmen.

Wir danken jetzt schon für die Unterstützung!

Eure Jugendclubber