Dialogue in the Dark

Sekundarstufe. Am 14.05.2019 fuhren die Klassen 6a und 6b in Begleitung von Herrn Hackmann, Frau König, Herrn Schneider und Frau Reichel im Rahmen des Projekts „Leben mit Einschränkungen“ in das Ostrovskiy-Museum.

Als wir ankamen, wurden wir in drei Gruppen geteilt. Die erste Gruppe wurde von Herrn Hackmann und Frau Reichel, die zweite Gruppe von Frau König und die dritte Gruppe von Herrn Schneider betreut. Zuerst informierte uns ein blinder Mann über den Umgang von sehbehinderten Menschen mit modernen Technologien. Kurz danach durften wir auch mit einem Blindenhund arbeiten. Dann machten wir uns auf den Weg zu „dialogue in the dark“. Dort hat man mit uns in der Finsternis verschiedene Experimente durchgeführt. Ziel war, dass wir sehen, wie Blinde ohne das Sehen zurechtkommen. Anschließend aßen wir zu Mittag Pizza. Nach einem genüsslichen Mahl zeigte uns ein tauber Mann die lateinischen Buchstaben in Gebärdensprache und trommelte mit uns. Zum Schluss fanden wir uns mit unseren heutigen, behinderten Betreuern in einem großen Saal ein, in dem wir sie befragen konnten.

Nach einem ereignisvollem und lehrreichen Tag fuhren wir gegen 16 Uhr mit der Metro zurück zur DSM.

 

Die Blindenschrift

Am 15. Mai fand in den Klassen 6a und 6b der 2. Teil des „Dialoge in the dark“ statt.

Nur dieses Mal kamen wir nicht zu ihnen, sondern sie zu uns. Der Schultag  startete wie gewöhnlich um 08:00 Uhr. Bis 08:30 Uhr stellten wir Fragen und bekamen von unseren Lehrern Antworten. Jetzt ging die Arbeit erst richtig los. Bis 10:00 Uhr durften wir an unseren Projekten arbeiten. Natürlich hatten wir auch noch Pause. Und um 10:00 Uhr war es dann so weit, eine blinde Frau, die wir von gestern kannten, kam mit einer anderen die ihr wahrscheinlich helfen sollte. Wir wurden in zwei große Gruppen eingeteilt, die erste Gruppe ging in den Klassenraum der 6b, solange die zweite weiter arbeitete. 

Um 11:00 Uhr bekamen wir alle eine 15-minütige Pause, nach dem  Tauschen der Gruppen. Die blinde Frau erklärte uns die Braille Schrift und gab uns eine Brailletafel und einen Griffel mit denen wir schreiben sollten. Die blinden Kinder schreiben spiegelverkehrt. Da man mit dem Griffel die Punkte einpiekst, es danach umdreht und dann lesen kann. Die letzten Minuten beantwortete sie unsere Fragen. Es war sehr schön zu wissen, wie Blinde schreiben und es selbst auszuprobieren. Obwohl ich es immer noch erstaunlich finde, diese Schrift mit dem Sinn „Fühlen“ zu lesen.

Daniela de Lasala