EU-Projekt Brüssel

Sekundarstufe. Viele unserer Schülerinnen und Schüler sind BürgerInnen der EU, haben diese aber immer nur aus der Ferne wahrgenommen. 

Das Projekt existiert bereits seit dem Jahr 2013/14 und wird seitdem von mir organisiert und begleitet. In diesem und dem Jahr davor war Thomas Pampel dabei. Es geht darum, dass die SchülerInnen sich mit der Geschichte und dem Aufbau der Europäischen Union vertraut machen. Ziel des Projektes ist es auch, die EU als Wirkungsgefüge aus verschiedenen Staaten, Institutionen und Organisationen näher kennenzulernen und Politik hautnah zu erleben. Viele unserer SchülerInnen sind BürgerInnen der EU, haben diese aber immer nur aus der Ferne wahrgenommen.

Zunächst einmal fanden im ersten Halbjahr des Schuljahres jede Woche (90 min.) theoretische Sitzungen statt, in denen wir uns konkret mit der Geschichte der EU und den Institutionen beschäftigten. Dann wurden jeweils die Gesprächspartner vorgestellt und Fragen ausgearbeitet. Zur Vorbereitung ging es in die EU-Botschaft in Moskau, um dort mit dem Botschafter zu sprechen.

In Brüssel führten die 16 am Projekt teilnehmenden SchülerInnen mit Vertretern des WWF, des Volkswagen-Konzerns, der Europäischen Kommission, der NATO und anderen heiße und engagierte Debatten und setzten sich mit aktuellen politischen Themen kritisch und differenziert auseinander. Besonders spannend waren für die DSM-ler die Gespräche an der Schnittstelle zwischen Russland und der EU in der Ständigen Vertretung der Russischen Föderation bei der EU, bei der wir sogar mit dem stellvertretenden Ständigen Vertreter Kirill Logvinov sprechen durften und mit dem EU-Parlamentarier Knut Fleckenstein.

Auch der bekannte Politologe und Ost-Europa-Experte Alexander Rahr, der bereits im Sommer 2017 die DSM zu einem Diskussionsabend im Rahmen des Projekts „Erinnern, Gedenken, Versöhnen“ besucht hatte, empfing uns im Brüsseler Büro von Gazprom, um sich zusammen mit dem Direktor Herrn Pestov den kritischen Fragen zu stellen.

Wir besuchten auch das Parlamentarium (Museum zur EU), das Haus der europäischen Geschichte (mit Workshop zum Thema Identität) und machten eine Stadtführung.

Die Zeit zwischen den Gesprächen wurde genutzt, um die kulturellen Angebote, die Brüssel zu bieten hat, kennenzulernen (Galerien, Museen, Architektur, Comics). Natürlich wurden auch die berühmten Waffeln und Pommes probiert.

Besonders witzig ist immer die Anekdote zu Peter dem Großen, der Brüssel auf einer seiner Reisen besucht hat und nach dem Essen (und zu viel Wein) in eine Quelle vor dem Schloss gekotzt haben soll. Dort steht heute eine kleine Statue zur Erinnerung, die wir natürlich besucht haben.

Roland Karrasch

Heinrich Immel:

„Unsere Reise begann am 19. Januar mit einem Flug nach Brüssel, Belgien.

Zunächst hatten wir eine umfangreiche Stadtführung und schauten uns die Stadt im allgemeinen an. Da der Schwerpunkt dieses Projektes ist, die Politik und die Zusammenarbeit der Europäischen Union bzw. anderer Länder zu verstehen, hatten wir im Laufe der Woche die Möglichkeit, solche Institutionen wie z. B. die EU-Kommission, das EU-Parlament, die NATO und viele weitere zu besuchen. Man konnte den Referenten verschiedene Fragen stellen und mit ihnen über verschiedene aktuelle Themen diskutieren. In der Freizeit waren wir in Museen oder in der Stadt unterwegs.

Das Projekt endete am Samstag, den 26. Januar und hat allen Teilnehmern viel Spaß gemacht. Wir bedanken uns bei den uns begleitenden Lehrern Herrn Karrasch und Herrn Pampel für die Organisation dieses Projektes und die Möglichkeit, daran teilzunehmen.“