Zupfen im Klavier und Saxophon 250 Jahre vor seiner Zeit

Jugend musiziert 2020

Der Wettbewerb „Jugend musiziert“ wird jedes Jahr in unserer Schule auf einem hörenswerten Niveau ausgetragen. Am vergangenen Dienstag hörte das Publikum in der Aula aber gänzlich ungeahnte Klänge: Max Kantorczyk spielte auf der Trompete mit Matvey Sharipov auf dem Saxophon das Werk des anwesenden Komponisten Andrej Selenskiy, bei dem als Dritter Richard Gerschner die Saiten des Tasteninstruments mit einem Werkzeug zupfte. Trotz aller Dissonanzen lauschten auch die interessiert staunenden Grundschüler diesen fremdartigen Klängen mit Genuss wie bei Selenskiys      „3 Stücke über die Liebe“, die Emilia Lukavsky auf dem Klavier vortrug.

Im Gegensatz zur Neuen Musik spielte Ashley Beckert auf der Harfe eine Bourrée von Bach. Sie zupfte die Saiten so kunstvoll, dass man eine Melodie klar von der Begleitung unterscheiden konnte.

Gregor Sutton entführte die Zuhörer in die frühe Romantik: Im Scherzo von Dargomizhski trillerte er im Pianissimo brillierend klar und tempogenau, bevor er unmittelbar darauf nach einem passenden Ritardando kraftvoll in die Tasten des Flügels griff.

Melanie Hermann wagte sich an die schwierige Disziplin des Sologesangs, ohne jedes elektronische Hilfsmittel mit ihrer Stimme Gershwins „Sophia“ vorzutragen. Mit jedem Ton fand sie mehr Sicherheit. Sie färbte längere Töne mit zartem Tremolo und legte hohe Töne klar mit Leichtigkeit obendrauf. Ihre Stimme wirkte fast wie eine voce bianca, interpretierte aber wunderschön.

Kilian Schubert drosch gekonnt auf das Schlagzeug. In seiner Improvisation holte er gekannte und ungeahnte Klänge aus seinen Instrumenten, indem er sie mit den Sticks berührte, wie man es nicht vermutet hätte. Auch Gleb aus der Musikdynastie der Bagaturias ließ die Trommelfelle schwingen. Zusammen mit Jana Kamenski am Klavier und den Solisten Andrej Shirshov (Fagott) und Matvey Sharipov (Saxophon) interpretierte er Dave Brubecks „Take Five“ und nutzte das geschriebene Drum-Solo. Shirshov und Sharipov hatten auf ihren Instrumenten im Duo gezeigt, dass sie alle Klangfarben und Artikulationen beherrschen, von barocker Musik, die auch im Saxophon in Klang und Dynamik niemals kitschig wurde, bis hin zur Romantik, in der das Fagott mit sicheren Portati die Harmonien setzte. Jana hatte die Gelegenheit genutzt und sich neben ihrem Abitur doch ans Klavier gesetzt. In der Tradition ihrer musikalischen Familie an der DSM begleitete sie ton- und stilsicher alles, was ihr unter die Finger kam. Barock oder Jazz, Romantik oder Chanson – in ständigem Blickkontakt und schneller Reaktion auf die Solisten spielte sie sicher und interessant. Diese jungen Künstler seien nur stellvertretend für alle Musiker dieses Tages genannt, die äußerst hörenswerte Beiträge präsentierten.

Die Musiker ließen sich auch durch manche quatschenden Mitschüler der oberen Klassen, die pünktlich zum Schulstundenschluss während des Musikvortrags die Aula verließen, nicht beeinflussen und gaben ein beeindruckendes Konzert durch alle Stilrichtungen.

Die Eventmanagement-AG leistete dafür eine hervorragende Hintergrundarbeit.

Allen, die zur zweiten Runde nach Warschau fahren, wünschen wir gutes Gelingen und viel Freude an der Musik – und von allen Musikern wünschen wir uns ein Wiedersehen in der Aula der DSM bei „Jumu 2021“!

Gero Markus


 

 

Brillante Beiträge, ein echter Komponist, eine Jumu-Torte und 29 mal Platz 1

 

Ein spannender Regionalwettbewerb liegt hinter uns. Teilnehmer von Klasse 5 bis 12 stellten sich den harten Anforderungen des Wettbewerbs.

29 erste Preise und 8 zweite Preise sind das stolze Ergebnis.

Herzlichen Glückwunsch allen Teilnehmern!

Wer 23, 24 oder 25 Punkte erreichte, vertritt die DSM vom 18. bis 23. März beim Landeswettbewerb in Warschau.

18 Teilnehmer werden dabei sein.

Danke an alle, die beim Regionalwettbewerb vor und hinter den Kulissen organisiert haben, dem Event-Team ein großes Dankeschön, allen Eltern danke, dass sie ihre Kinder bei der Jumu-Vorbereitung unterstützen.

Danke an Elisa Schüttlöffel für die leckere Jumu-Torte.

Danke an den Komponisten Andreij Selenski, der in der Kategorie Neue Musik mit der Aufführung seines Werkes eine Premiere möglich machte und selbst dabei sein konnte.

Danke an die Jury: Elena Shirshova, Gero Markus, Frank Chatoupis und Ivan Bagaturia, der als erfahrener Jumu-Teilnehmer wertvolle Tipps in den Beratungsgesprächen weitergegeben hat.

Allen Teilnehmern drücken wir für Warschau die Daumen!

 

Christiane Beiküfner, Vorsitzende des Regionalausschusses