Kleine Künstler in großer Galerie

„Wie ulkig – da mal ich die Haare grün und es sieht so anders aus!“ Die Kinder aus der 2. Jahrgangsstufe hatten Studien zu Gesichtern angefertigt – genau so, wie Iwanow das für sein Bild „Die Erscheinung Christi“ getan hatte. Beim Besuch der Tretjakowka am vergangenen Mittwoch unter der Leitung von Frau Dr. Reichel fanden sie auf dem Bild „ihre“ Gesichter wieder – und eben einige Studien des Malers.
Auf ihren Gesichtern sah man Stirnrunzeln ob der Kinderarbeit auf Perows Bild „Troika“, wo Kinder ihres Alters im tiefsten Winter vereistes Wasser schleppen. Erfreut entdeckten sie die ihnen von der Schokolade bekannten Mischki auf Schischkins „Morgen im Kiefernwald“. Ein Kind war beeindruckt vom „Rätselbild mit dem Regenbogen“ von Aywasowski. Offene Augen hatten sie für den Wroubel-Saal, vor allem für die „Schwanprinzessin“. Viele fanden „es gut, dass wir gemalt haben“: sie vervollständigten ein Bild des Künstlers und kopierten Details von seinen Bildern. In einer Büste erkannten sie den Zaren Berendej aus dem Märchen „Iwan Zarewitsch und der Grauwolf“ wieder. Dieses Märchen hatten sie vorher zusammen vorgelesen – das entsprechende Bild von Wasnezow wussten sie schnell zuzuordnen. Überhaupt: „Der Märchensaal war toll.“ „Mir hat es gefallen, dass es viele Bilder sind“, so viele, dass die Zeit nicht reichte. So wünschte sich manches Kind, „dass wir mehr Zeit haben, um mehr Bilder anzuschauen.“
Eins der Kinder fasste für viele glückliche Gesichter zusammen: „Mir hat einfach alles gefallen!“